Eine TOGAF®-Inhouse-Schulung organisierst du, indem du die Schulung maßgeschneidert für eine Gruppe von Mitarbeitenden in deiner eigenen Organisation durchführen lässt, zu einem selbst gewählten Zeitpunkt und an einem selbst gewählten Ort. Das ist eine praktische Wahl, wenn mehrere Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig zertifiziert werden sollen oder wenn die Schulung eng auf die Architekturpraxis deiner Organisation abgestimmt sein muss. Die folgenden Fragen helfen dir Schritt für Schritt bei der Vorbereitung.
Welche Vorteile bietet eine Inhouse-Schulung gegenüber der offenen Anmeldung?
Eine TOGAF-Inhouse-Schulung bietet mehr Maßarbeit, Zusammenhalt und Kosteneffizienz als die individuelle Teilnahme an einer offenen Gruppe. Die Schulung findet zu einem Zeitpunkt statt, der in die Planung deiner Organisation passt, die Gruppe besteht ausschließlich aus eigenen Mitarbeitenden, und der Trainer kann die Inhalte direkt mit vertrauten Situationen aus eurer eigenen Architekturpraxis verknüpfen.
Das hat konkrete Vorteile. Die Teilnehmenden lernen nicht nur die TOGAF-Methode, sondern üben sofort anhand von Fragestellungen, die für ihre tägliche Arbeit relevant sind. Der gemeinsame Kontext stärkt die Diskussion untereinander und sorgt dafür, dass Begriffe schneller verstanden werden. Außerdem entwickelst du als Organisation eine gemeinsame Architektursprache, die die Zusammenarbeit nach der Schulung erleichtert.
Finanziell ist ein Inhouse-Ansatz attraktiv, sobald eine Gruppe von fünf oder mehr Teilnehmenden gleichzeitig geschult wird. Die Kosten pro Teilnehmer liegen dann in der Regel niedriger als bei der offenen Anmeldung, während Reisezeit und Terminabstimmung für einzelne Mitarbeitende entfallen.
Wie viele Teilnehmende sind für eine TOGAF-Inhouse-Schulung nötig?
Für eine TOGAF-Inhouse-Schulung ist in den meisten Fällen eine Mindestgruppengröße von fünf bis acht Teilnehmenden erforderlich. Ab diesem Punkt sind die Kosten pro Teilnehmer vergleichbar mit der offenen Anmeldung oder fallen niedriger aus. Die Obergrenze liegt praktisch bei etwa fünfzehn bis zwanzig Teilnehmenden, abhängig vom gewünschten Maß an Interaktion und Betreuung.
Kleinere Gruppen sind manchmal möglich, aber dann ist es ratsam, den Kostenvergleich sorgfältig durchzuführen. Eine Gruppe von drei oder vier Mitarbeitenden fährt in manchen Fällen besser mit einer offenen Schulung, es sei denn, die inhaltliche Abstimmung auf den Organisationskontext wiegt schwerer als die Kostenüberlegungen.
Berücksichtige auch die Zusammensetzung der Gruppe. Eine homogene Gruppe, zum Beispiel ausschließlich Enterprise-Architekten, ermöglicht eine andere inhaltliche Tiefe als eine gemischte Gruppe aus Architekten, Projektleitern und Managern. Besprich dies vorab mit dem Schulungsanbieter, damit Ansatz und Tempo gut passen.
Welches TOGAF-Niveau passt zu deiner Organisation: Foundation oder Practitioner?
Die Wahl zwischen TOGAF Foundation und TOGAF Practitioner hängt von der Rolle und dem gewünschten Anwendungsniveau der Teilnehmenden ab. Foundation bietet eine breite Einführung in den TOGAF-Standard und eignet sich für alle, die die Architekturmethode verstehen möchten. Practitioner geht weiter und konzentriert sich auf die tatsächliche Anwendung des Frameworks in der Praxis.
Wann reicht Foundation aus?
Foundation ist eine gute Wahl für Manager, Projektleiter und andere Stakeholder, die regelmäßig mit Enterprise-Architekten zusammenarbeiten, aber selbst keine Architekturvorhaben leiten. Das Niveau vermittelt genug Wissen, um Architekturentscheidungen zu verstehen, zu beurteilen und zu unterstützen. Ein TOGAF-Wissenstest kann helfen, das Ausgangsniveau der Teilnehmenden vorab zu ermitteln.
Wann ist Practitioner notwendig?
Practitioner ist das passende Niveau für Enterprise-Architekten, Solution-Architekten und Architekturberater, die die TOGAF-Methode aktiv einsetzen. Dieses Niveau prüft die Fähigkeit, die Methode auf realistische Architekturfragestellungen anzuwenden. Organisationen, die den TOGAF-Ansatz in ihrer Architekturpraxis verankern möchten, entscheiden sich fast immer für eine kombinierte Foundation- und Practitioner-Schulung.
Wie passt du die Schulungsinhalte an den Kontext deiner Organisation an?
Die Inhalte einer TOGAF-Inhouse-Schulung passt du an den Organisationskontext an, indem du vor der Schulung ein Vorgespräch mit dem Trainer oder Schulungsanbieter führst. Darin erfasst du den Architekturreifegrad, die bestehenden Arbeitsweisen und die konkreten Lernfragen der Teilnehmenden. Auf dieser Grundlage passt der Trainer Beispiele, Fallstudien und Übungen an die Situation deiner Organisation an.
Konkrete Anpassungen können sein: die Verwendung von Architekturprinzipien oder Modellen, die die Organisation bereits nutzt, die Besprechung laufender Transformationsvorhaben als Übungsmaterial oder die Anpassung der Reihenfolge der Themen an die dringendsten Fragestellungen. Das macht die Schulung vertraut und direkt anwendbar, ohne dass die Akkreditierung oder die Prüfungsvorbereitung gefährdet wird.
Wichtig ist, dass der Kerninhalt des TOGAF-Standards unverändert bleibt, da die Teilnehmenden am Ende der Schulung die offizielle Prüfung der Open Group ablegen. Die Anpassung betrifft den Kontext und die Beispiele, nicht das Weglassen prüfungsrelevanter Themen. Für mehr Hintergrundwissen lies auch die Einführung in den TOGAF-Standard.
Welche praktischen Schritte gehören zur Planung einer TOGAF-Inhouse-Schulung?
Die Planung einer TOGAF-Inhouse-Schulung verläuft in einigen übersichtlichen Schritten: Zielgruppe und gewünschtes Niveau festlegen, die Zahl der Teilnehmenden ermitteln, einen akkreditierten Anbieter auswählen, ein Vorgespräch führen, Datum und Ort wählen und die Prüfungsabnahme regeln. Nachfolgend findest du die Schritte im Detail.
- Zielgruppe und Niveau festlegen. Lege fest, welche Mitarbeitenden teilnehmen und ob Foundation, Practitioner oder eine Kombination am besten passt.
- Zahl der Teilnehmenden ermitteln. Bestätige, dass die Gruppengröße für einen Inhouse-Ansatz ausreicht, und stimme dies mit dem Anbieter ab.
- Einen akkreditierten Schulungsanbieter auswählen. Wähle einen Anbieter, der offiziell von The Open Group akkreditiert ist, damit Prüfungsvorbereitung und Zertifizierung gewährleistet sind.
- Ein Vorgespräch führen. Besprich den Organisationskontext, das Wissensniveau der Teilnehmenden und die gewünschten Anpassungen der Schulungsinhalte.
- Datum, Format und Ort wählen. Entscheide, ob die Schulung als Präsenzschulung an einem eigenen Standort, beim Anbieter oder in einem Live-Online-Format stattfindet.
- Die Prüfungsabnahme regeln. Vereinbare, wie und wann die Teilnehmenden die offizielle Prüfung der Open Group ablegen und ob Prüfungsvoucher im Angebot enthalten sind.
Der TOGAF-Schnellstartleitfaden kann den Teilnehmenden helfen, sich schon vor der Schulung mit den Grundkonzepten vertraut zu machen.
Wie sorgst du dafür, dass das TOGAF-Wissen nach der Schulung in der Organisation verankert bleibt?
TOGAF-Wissen bleibt nach der Schulung haften, wenn die Teilnehmenden die Methode direkt in ihrer täglichen Arbeit anwenden können, wenn innerhalb der Organisation eine gemeinsame Architektursprache entsteht und wenn es im Anschluss Raum für Reflexion und Begleitung gibt. Eine Schulung ohne Folgeschritte führt selten zu nachhaltiger Veränderung.
Einige wirksame Maßnahmen, um den Wissenserhalt zu fördern:
- Verknüpfe die Schulung mit einem konkreten internen Architekturprojekt, das die Teilnehmenden direkt nach der Schulung mit der erlernten Methode angehen können.
- Benenne eine interne Ansprechperson, zum Beispiel einen Lead-Architekten oder Architektur-Coach, die Fragen beantworten und die Anwendung der TOGAF-Methode überwachen kann.
- Organisiere wiederkehrende Wissenssessions oder Arbeitsgruppen, in denen die Teilnehmenden Erfahrungen austauschen und die Methode weiter vertiefen.
- Nutze verfügbare Nachschlagematerialien und die häufig gestellten TOGAF-Fragen, um Wissen bei Bedarf aufzufrischen.
- Erwäge zusätzliches Coaching oder Consulting für Teams, die den TOGAF-Ansatz in umfassenderen Transformationsvorhaben verankern möchten.
Die Kombination aus einer gut vorbereiteten Inhouse-Schulung und gezielten Folgeschritten sorgt dafür, dass sich die Investition in die Zertifizierung auch tatsächlich in der Architekturpraxis der Organisation auszahlt.
Wie The Unit Company bei der Organisation einer TOGAF-Inhouse-Schulung hilft
The Unit Company führt vollständig akkreditierte TOGAF-Inhouse-Schulungen für Organisationen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland durch und bietet Inhouse-Schulungen weltweit an. Der Ansatz ist auf Maßarbeit ausgerichtet: von der ersten Erfassung des Lernbedarfs bis zur Prüfungsabnahme und einer möglichen Begleitung danach.
- Akkreditierte TOGAF-Schulung auf Foundation-, Practitioner- oder kombiniertem Niveau, abgestimmt auf den Organisationskontext.
- Erfahrene Trainer, die neben ihrer Trainerrolle aktiv als Architekt oder Berater arbeiten, wodurch Theorie und Praxis direkt miteinander verbunden werden.
- Flexible Formate: Präsenz vor Ort, live online oder eine Kombination aus beidem.
- Mehr als 98 % der Teilnehmenden bestehen die offizielle Prüfung der Open Group im ersten Versuch.
- Unterstützung bei der Planung, beim Vorgespräch und bei der Abstimmung der Schulungsinhalte auf deine Organisation.
Möchtest du wissen, was eine TOGAF-Inhouse-Schulung für deine Organisation leisten kann? Sieh dir das vollständige Angebot auf der Seite zur TOGAF-Inhouse-Schulung an und nimm Kontakt für ein unverbindliches Gespräch auf.




